Prozessmanagement im Krankenhaus

Behandlungsqualität beruht auf Prozessqualität

Die Qualität der ärztlichen Behandlung hängt von der Güte der Abläufe oder Organisation um Ärzte und Pflege herum ab. Im einfachsten Fall heißt das, die Ärztin oder der Arzt hat einfach die nötige Zeit für den Patienten.

Patientenprozess

Im Mittelpunkt steht der Patientenprozess – von der Terminplanung oder der Notfall-Aufnahme bis zur Entlassung. Daran docken alle Leistungsprozesse an (Diagnostik, OP oder Therapie, Pflege), ergänzt um Dokumentations- und Verwaltungsaktivitäten.

Krankenhausprozesse

Fünf Thesen zu Organisation und Prozessmanagement

    • Weniger Warten = effizienteres Arbeiten = mehr Zeit für medizinische Qualität: Kein unnötiges Warten von Ärzten oder Pflegepersonal in täglichen Arbeitsprozessen.
    • Kurzfristige Kapazitätsengpässe müssen kein Stressfaktor sein:
      Engpass erkennen und bewusst steuern genügt für einen reibungslosen Ablauf.
    • Nicht nur der Einzelne, auch die Organisation muss Lernen kultivieren:
      Keine Angst vor Transparenz und Feedback, und mit gezielten Experimenten Neues wagen.
    • Chance Digitalisierung: Neue Wege gehen, um Prozessqualität und -Kosten, letztlich aber die Behandlungsqualität zu verbessern.
    • Mehr Selbstorganisation sorgt für effektivere Leistungsprozesse sowie für bessere Zusammenarbeit. Und sie entlastet ärztliches Personal, Therapie- und Pflegedienstleitungen, Servicebereiche und Verwaltung.

Es lohnt, sich einmal und vielleicht wiederkehrend die nötige Zeit für Prozess- und Organisationsentwicklung zu nehmen, um die tägliche Zeitnot in Klinikprozessen dauerhaft zu mindern. Mitarbeiter und Patienten werden es danken.

 

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